Auf dem Weg ins Showbusiness
Die Schule für darstellende Kunst präsentierte einen bunten Abend im Anthroposophischen Zentrum
Von Claudia v. Dehn
KASSEL. Auf einen inhaltlichen Titel hatten sie bescheiden verzichtet, die Schüler der Kasseler Schule für darstellende Kunst, die am Sonntagabend im Anthroposophischen Zentrum den Abschlussabend des zweiten Semesters präsentierten.
Ein weiser Entschluss, denn was die zehn Jungdarsteller - betreut von ihren Dozenten Benedikt Lux (Schauspiel, Akrobatik), Johan de Wit (Musik), Salesia Fischer (Sprachgestaltung) und Schulleiterin Ulrike Matzel (Tanz) - dem voll besetzten Saal vorführten, war ein thematisch sehr breit angelegter Querschnitt durch alle Genres des Theaters und Showbusiness. Zwar wurden durchaus Akzente gesetzt, wie mit dem längsten Beitrag, dem Schauspiel von Jean Tardieu "Die Liebenden in der Untergrundbahn", das alle Mitwirkenden in vielen, schnell wechselnden Rollen einbezog und ihnen Gelegenheit bot, Virtuosität und szenischen Witz zu entwickeln. Doch die meisten Programmpunkte vermittelten einen kurzen, dabei vielfältig aufgefächerten Überblick über das Angebot der Schule, die Nachwuchs auf den Weg zu Bühne, Kabarett oder Theater bringen will.
Was Anna Waldmann, Felix Kramer, Inga Borchert, Lisa Farnung, Marc Hungerland, Sabrina Teufel, Saskia Kauke, Tina Machulik, Turgut Batur und Verena Pophanken an Team- und Einzelleistungen zeigten, war teils durchaus beachtlich, wenn auch noch nicht alles hier die professionelle Bühnenreife aufwies, die nur die Praxis bringen kann. Doch das szenische Angebot zwischen Akrobatik, Tanz, Gesang, Kabarett und rezitatorischer Sprachgestaltung konnte über mehrere Stunden angenehm unterhalten und erhielt heftigen Beifall.
HNA - Artikel vom Dienstag, 30. Juni 2009
13.04.10: